Zum Wohle der Patienten
Im Angesicht von Sparmaßnahmen und Gesundheitsreform haben sich bisher ungefähr 100 Haus- und Fachärzte aus dem Landkreis zur "Gesundheitsorganisation Lech-Ammersee" zusammen geschlossen, kurz GESOLA genannt.
Unser Ziel: Wir wollen die Patienten gegen den allgemeinen Trend noch besser versorgen und dafür das vorhandene Fachwissen bündeln.
Dazu werden wir uns vorrangig für eine schnelle Weitergabe der medizinischen Daten innerhalb des Verbundes sowie für eine intensive Zusammenarbeit mit dem Klinikum einsetzen. Die Zeit des "Einzelkämpfers" in der Gesundheitsvorsorge gehört endgültig der Vergangenheit an. Nur durch aufeinander abgestimmte Schritte in der Behandlung kann die Qualität der medizinischen Versorgung weiter verbessert und von Ihnen, den Patienten, auch spürbar erlebt werden. Auch aus diesem Grunde wurde bereits 2009 eine Bereitschaftspraxis gegründet. Durch die Umstellung des Notdienstsystems in Bayern musste zwar Ende 2017 die Bereitschaftspraxis abgegeben werden, aber durch engagierte Verhandlungen konnte der Erhalt der GESOLA Kinder-Bereitschaftspraxis erreicht werden. Sie stellt in Zeiten, in denen die Kinderarztpraxen in der Regel nicht besetzt sind, die Versorgung der kleinen Patienten sicher.
Als weiteren Beitrag zum sinnvollen Umgang mit der Gesundheit haben die Haus- und Fachärzte gemeinsam einen Vortragszyklus zum Thema "Gesundheitsvorsorge" ins Leben gerufen. Die Veranstaltungen finden Sie unter "Veranstaltungen". Wir freuen uns über Ihr Interesse!
GESOLA feiert 20-jähriges Jubiläum
GESOLA – Mehr als nur eine Bereitschaftspraxis
Fragt man die Bevölkerung im Landkreis Landsberg nach „GESOLA“, denken viele an die KINDER-Bereitschaftspraxis, die an Wochenenden und Feiertagen geöffnet hat. Doch GESOLA ist weit mehr.
Der Verein Gesundheitsorganisation Lech-Ammersee e. V. (GESOLA) datierte im Herbst 2025 sein 20-jähriges Bestehen. Über 70 niedergelassene Haus- und Fachärzte haben sich im Landkreis Landsberg zu einem Ärztenetz zusammengeschlossen, um die medizinische Versorgung zu sichern und ihre berufspolitischen Interessen zu vertreten. Unterstützt werden sie von über 20 ehemaligen PraxisinhaberInnen im Ruhestand.
Das Netzwerk lebt vom persönlichen Austausch: Regelmäßige Treffen, Fortbildungen für Praxispersonal, Patientenvorträge, Serviceleistungen durch ein Netzbüro sowie der enge Kontakt zur Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns prägen die Arbeit. 2017 wurde GESOLA als anerkanntes Ärztenetz zertifiziert. Zudem besteht ein aktiver Austausch mit benachbarten Netzwerken und auf bayerischer Ebene. Ziel ist es, die eigene Versorgungsarbeit sichtbar zu machen und langfristig zu sichern – getragen von großem ehrenamtlichem Engagement.
Eine zentrale Herausforderung ist die Nachfolgersuche: Zwei Drittel der Ärzte im Landkreis sind älter als 55 Jahre. Seit 2022 organisiert GESOLA gemeinsam mit der Gesundheitsregion Plus Gespräche zwischen Ärzten und Kommunen, um Lösungen für die medizinische Versorgung der Zukunft zu entwickeln. Diskutiert werden unter anderem kommunale Ärztehäuser, Fahrdienste und die stärkere Einbindung von medizinischem Fachpersonal bei Hausbesuchen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt bei GESOLA auf der Versorgung von Kindern. Seit 2011 gibt es die kinderärztliche Bereitschaftspraxis für Kindernotfälle am Wochenende und an Feiertagen, es werden jährlich rund 4.000 Kinder regional behandelt. GESOLA wird von den meisten Menschen damit wahrgenommen.