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Kinderärztliche GESOLA - Bereitschaftspraxis

Öffnungszeiten:

Samstag, Sonntag und Feiertag:
09:00 - 12:00 Uhr
17:00 - 19:00 Uhr

für kinderärztliche Notfälle

am Klinikum Landsberg, Haus 4 (gegenüber der Notaufnahme)
Bgm.-Dr.-Hartmann-Str. 58
86899 Landsberg am Lech
Telefon (08191) 9855192

Telefonisch ist die Bereitschaftspraxis bereits eine halbe Stunde vor den Öffnungszeiten erreichbar.
Es wird um eine Terminvereinbarung gebeten, um längere Wartezeiten zu vermeiden

 

Allgemeine Ärztliche KVB - Bereitschaftspraxis

am Klinikum Landsberg (Haus 4)

Öffnet externen Link in neuem FensterInformationen und Öffnungszeiten

 

Hausärztliche Gesola-Bereitschaftspraxis schließt

Landsberg im Dezember 2017

Zum Jahresende wurde dem engagierten Ärzteteam der Bereitschaftspraxis Landsberg, geführt vom Ärztenetz GESOLA, von der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB) das AUS erteilt.

In Umsetzung einer Bundesgesetzgebung etabliert die KVB flächendeckend in ganz Bayern ein neues Notdienstsystem. "Unter den Bedingungen, die die KVB vorgibt, kann unseres Erachtens nach keine Bereitschaftspraxis wirtschaftlich geführt werden. Dadurch müssen leider die regional organisierten Bereitschaftspraxen schließen." so Dr. Helga Holzfurtner, GESOLA-Vorsitzende. „Unser Engagement und regionale Bedürfnisse zählen nicht, obwohl die Idee der Gesola-Bereitschaftspraxis selbst von der KV als Modellprojekt gelobt wurde, das schmerzt".

In verschiedenen Regionen aufkommender Widerstand von Ärzten und Kommunalpolitikern gegen die neue zentralistische Notfallversorgung mit großräumigen Fahrdiensten und überall uniform ausgestatteten Bereitschaftspraxen, wird von KVB und Gesundheitsministerin Melanie Huml zurückgewiesen. Ab 2018 werden Ärzte aller Fachrichtungen zum Notdienst verpflichtet werden, egal ob sie in der Notfallmedizin erfahren sind oder nicht. In Landsberg hat seit 2009 ein erfahrenes Team von 20 Allgemeinmedizinern bisher 40.000 Patienten im Haus IV am Klinikum am Wochenende und an Feiertagen behandelt und so die Notaufnahme und den Fahrdienst entlastet.

In zähen Verhandlungen konnte die Kinder-Bereitschaftspraxis bis Ende 2018 erhalten werden, denn sonst würde auch die Kinderstation am Klinikum organisatorisch kippen.

Ab Ende Januar wird alles neu im Notdienst für die Patienten: Notdienstautos mit Fahrer bringen (fremde) Ärzte aus den Dienstgruppen  Starnberg, Gilching und Landsberg zum Hausbesuch über weite Strecken an die Haustür der Erkrankten, die KVB-Bereitschaftspraxis in Haus IV wird ebenso mit Ärzten aus der Großregion besetzt. Für die Patienten soll es mit mehr Öffnungszeiten wochentags und ganztägig bis 21 Uhr an den Wochenenden zu einer verbesserten Versorgung kommen. Hierzu wird die KVB regional informieren.

Zuerst aber gibt es eine Versorgunglücke im Januar, denn das zentrale System wird nicht rechtzeitig fertig mit Umbau und Organisationsarbeit.

“Mal sehen, ob wir das regional ausgleichen können über Gesola-Praxen”, meint Dr. Holzfurtner, “mit Ruhm bekleckert hat sich die Gedikom, die Organisationseinheit der KVB, nicht gerade in Landsberg”.

Gesola rät in den nächsten Wochen die Rubrik Notdienst in der Tagespresse und die Gesola-Anzeigen sorgfältig zu beachten.

Die gute Nachricht aber für alle Eltern: die Gesola-Kinder-Bereitschaftspraxis bleibt auch in 2018 und hat geöffnet wie gewohnt!

  

Dazu die Stellungnahme des Ärztlichen Kreisverbands-Vorsitzenden:

„Die Umstellung des Notdienstes ist für die Gesundheitsregion Landsberg ein erheblicher Einschnitt“, so die Aussage von Dr. Hans-Joachim Baumgartl, Vorsitzender des Ärztlichen Kreisverbandes Landsberg. „Die Gesola Bereitschaftspraxis am Klinikum Landsberg war regional hervorragend organisiert, die diensthabenden Ärzte im Landkreis bestens vernetzt, und die langjährige Zusammenarbeit mit dem Klinikum ermöglichte den Patienten eine schnelle und reibungslose Versorgung im Notfall. Es ist zu befürchten, dass genau diese Detailkenntnisse, die im Einzelfall so wichtig sein können, nicht mehr gegeben sind“ so Baumgartl weiter.

Die von der kassenärztlichen Vereinigung zentralistisch eingerichtete Notfallpraxis bedeutet ein Ende der bewährten Selbstverwaltung und Organisation vor Ort. Unsere Gesola-Ärztinnen und Ärzte waren jahrelang engagiert für die Versorgung der Patienten da. Sie sind damit sicher ein Vorbild für diejenigen Ärztinnen und Ärzte, die künftig verpflichtend im Notdienst eingesetzt werden. Ein langjährig anerkanntes, bewährtes und von den Patienten geschätztes System quasi über Nacht zu beenden, empfinden viele Betroffene als unverhältnismäßig.